Riccardo Mutis Kleinkrieg gegen die Scala

29. Dezember 2005, 16:48
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Gerichtliches Verbot der Porträtnutzung angestrebt

Rom - Der italienische Dirigent und ehemalige Musik-Direktor der Scala, Riccardo Muti, will dem Mailänder Opernhaus verbieten sein Porträt zu nutzen. Der Rechtsanwalt des Maestro hat der Scala mit einer Klage gedroht, sollten im Buchshop des Theaters weiterhin Bilder des Stardirigenten verkauft werden. Auch von der Webseite des Theaters sollen die Fotos des Maestro verschwinden, berichtete die Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera" am Mittwoch.

Muti hatte im vergangenen April nach 19 Jahren die Führung der Scala verlassen. Das Ende seiner Arbeit an der Scala bezeichnete Muti als "enorme Enttäuschung". "Ich habe unter starkem Druck von Seiten der Politik und den Gewerkschaften gelitten, die das Wasser getrübt und all das Gute versteckt haben, das in den letzten Jahren im Bereich Arbeitsqualität getan wurde", sagte Muti kürzlich. (APA)

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