Gebärmutter-Krebs: Risiken nach Heilung

21. Dezember 2005, 11:15
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Bösartige vaginale Tumore können sich aus Krebszellen des Gebärmutterhalses bilden

Heidelberg - Nach der Heilung von Gebärmutterhalskrebs oder entsprechenden Vorstufen steigt das Risiko, an Scheidenkrebs zu erkranken im Vergleich zu jenen Frauen, die bislang keine dieser Erkrankungen erlitten haben. Der Grund dafür liegt darin, dass sich bösartige Tumore der Scheide aus Krebszellen des Gebärmutterhalses bilden können. Das haben WissenschaftlerInnen des Universitätsklinikum in Heidelberg entdeckt.

Dieselbe Erbsubstanz

Nach ihrem Artikel in der Fachzeitschrift "Journal of the National Cancer Institute" kann Scheidenkrebs die selbe Erbsubstanz des krebserregenden Human Papillom-Virus (HPV) enthalten wie Zellen des Gebärmutterhalskrebses. Das Ergebnis unterstreicht, wie wichtig die Krebsnachsorge bei Patientinnen ist, die bereits wegen eines Gebärmutterhalskrebses oder einer Vorstufe behandelt worden sind.

Risiko Geschlechtsverkehr

Jährlich erkranken rund 7.000 Frauen an Krebs des Gebärmutterhalses, fast 2.000 von ihnen sterben daran, obwohl die Heilungschancen bei einer rechtzeitigen Behandlung sehr hoch sind. Doch dafür sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen unerlässlich. Eine Infektion mit HPV vervielfacht das Risiko, an dem bösartigen Tumor zu erkranken. Der Virus wird häufig durch Geschlechtsverkehr übertragen und die daraus resultierende Gewebeveränderung zusätzlich durch eine mangelnde Hygiene begünstigt. (red)

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    Krebstumor...
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