Bundesgericht verurteilte eine Frau zum Tode

22. Dezember 2005, 13:13
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Erstes Urteil dieser Art seit 50 Jahren

Sioux City - Zum ersten Mal seit 50 Jahren hat ein amerikanisches Bundesgericht eine Frau zum Tode verurteilt. Angela Johnson soll 1993 an der Ermordung von fünf Menschen beteiligt gewesen sein. Ihr damaliger Lebenspartner, der Drogenboss Dustin Honken, wurde wegen der Taten bereits zuvor zum Tode verurteilt.

Das Paar brachte nach Ansicht der Staatsanwaltschaft zwei frühere Dealer zum Schweigen, die gegen Honken aussagen wollten. Auch die Lebensgefährtin eines Opfers sowie ihre beiden Kinder verschwanden. Johnson gab einem Informanten im Gefängnis einen Hinweis auf die versteckten Leichen.

Unschuld beteuert

Die Mutter von zwei Kindern beteuert ihre Unschuld. Sie bedaure, dass sie sich Honken nicht stärker widersetzt habe, sagte sie vor Gericht. Der 36-jährige wurde im Oktober zum Tod durch die Giftspritze verurteilt.

Richter Mark Bennett erklärte, er müsse nach dem Gesetz dem Urteil der Geschworenen folgen. Er äußerte jedoch Bedauern darüber, dass die Verurteilung hauptsächlich auf Indizienbeweisen beruhe. (APA/AP)

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