EU-Forschungsrahmenprogramm: Experten erwarten 40 bis 50 Mrd. Euro

27. Dezember 2005, 13:29
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FFG: Noch immer beträchtliche Steigerung zum derzeitigen EU-Forschungsbudget

Wien - Nach der Einigung der EU-Staats- und Regierungschefs auf den künftigen EU-Haushalt in der Vorwoche wartet die europäische Wissenschaftergemeinde gespannt auf die Dotierung des geplanten 7. Rahmenprogramms für Forschung (2007-2013). Wie die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) am Dienstag in einer Aussendung berichtet, gehen Insider von einem Budget in Höhe von 40 bis 50 Mrd. Euro aus. Die Kommission hatte ursprünglich vorgeschlagen, das Programm mit 73 Mrd. Euro auszustatten.

Das Rahmenprogramm findet sich in Topf "Wettbewerbsfähigkeit", wo es sich eine Dotation von 72 Mrd. Euro mit Bereichen wie Bildung, Soziales, Verkehr, etc. teilen muss. Die Staats- und Regierungschefs haben in der Finanziellen Vorschau fixiert, dass das EU-Forschungsbudget 2013 um mindestens 75 Prozent höher als 2006 sein muss.

Details zu klären

In den nächsten Wochen müssen nun zwischen Parlament und Rat die Details der Budgetverteilung verhandelt werden. Sobald entschieden ist, wie viel Geld das Forschungsprogramm erhält, muss die Kommission auf Grundlage dieser Budgetzahlen ihren Vorschlag für das Programm anzupassen, vor allem die Summen, die für die einzelnen Bereiche innerhalb des Programm zur Verfügung stehen.

Auch wenn das Programm-Budget nun deutlich unter jenem im Kommissionsvorschlag liegt, bedeute es "immer noch eine beträchtliche Steigerung gegenüber dem gegenwärtigen Forschungsbudget der EU", betont man seitens der FFG. Deren Geschäftsführer Klaus Pseiner zeigt sich zuversichtlich, "den Rückfluss nach Österreich zumindest auf dem bisherigen hohen Level halten bzw. weiter steigern zu können". Die Konkurrenz um EU-Gelder werde noch intensiver werden als bisher, aber die FFG sei hervorragend vorbereitet, um österreichische Unternehmen und Institute bestmöglich zu unterstützen. Beim derzeit laufenden 6. Rahmenprogramm liegt die Rückflussrat der rückholbaren Mittel bei 112 Prozent (250 Mio. Euro). (APA)

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