Polizeichef dementiert versuchten Anschlag auf Ahmadinejad

27. Dezember 2005, 11:12
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Leibwächter und Fahrer wurden getötet - Drogenhändler und Schmuggler für Zwischenfall verantwortlich gemacht

Teheran - Der Chef der iranischen Polizei, Ismail Ahmadi-Mokaddam, hat kategorisch ausgeschlossen, dass Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad in der vergangenen Woche Ziel eines Anschlags war. Bei Schüssen auf eine Wagenkolonne des Präsidialbüros in der Provinz Sistan-Belutschistan im Südosten des Landes waren vergangenen Mittwoch ein Leibwächter Ahmadinejads und ein Fahrer getötet worden. Einer der Angreifer wurde getötet, ein weiterer festgenommen. "Die Täter wussten nicht einmal, dass in den Autos Leibwächter des Präsidenten waren", sagte Ahmadi-Mokaddam der Nachrichtenagentur ISNA.

Da sich Ahmadinejad zur selben Zeit in der Provinz Sistan-Belutschistan aufhielt, hatte es Spekulationen gegeben, dass der Angriff dem Präsidenten gegolten haben könnte. Regierungssprecher Gholam-Hossein Elham wies dies zurück. Nach seinen Angaben plante der Präsident nicht, die Straße zu benützen, an der sich die Schießerei ereignete. Die Wagenkolonne war nach Angaben des Polizeichefs unterwegs, um eine Feier für den Präsidenten vorzubereiten, der üblicherweise mit dem Hubschrauber unterwegs sei. Der Polizeichef machte Drogenhändler und Schmuggler für den Angriff verantwortlich. Durch die Provinz Sistan-Belutschistan führen wichtige Routen für Drogenhändler, die Rauschgift aus Pakistan und Afghanistan in Richtung Westen bringen. (APA/dpa)

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