Grüne über "Mini-Ressort" verwundert

23. Dezember 2005, 13:38
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Willi: Neue Regierungsmitglieder an Taten messen

Innsbruck - Die Tiroler Grünen haben sich am Dienstag "verwundert" über das "Mini-Ressort" des designierten Landwirtschaftslandesrates Anton Steixner (V) gezeigt. Drei der vier neuen Landesräte seien bisher auf der landespolitischen Bühne noch kaum in Erscheinung getreten. Die Grünen wollten sich ein genaues Bild davon machen, deren sachpolitische Vorstellungen ausschauen und die neuen Regierungsmitglieder dann an ihren Taten messen, erklärt Grünen-Chef, LAbg. Georg Willi.

Bauernbund-Chef Steixner übernehme mit dem Landwirtschaftsbereich lediglich eine bisherige "Nebenbaustelle" des Landeshauptmannes. Offenbar gehe es bei der Bestellung des Bauernbundobmannes nur um die Absicherung der Macht des Bauernbundes, der für die treue Ergebenheit zum "Landesfürsten" mit einem eigenen Regierungssessel belohnt werde. Umgekehrt habe sich Van Staa mit den Landesfinanzen selbst zusätzliche Macht gesichert.

Der angehende Verkehrslandesrat Hans Lindenberger (S) verdiene für seine bisherige Arbeit vollen Respekt, dennoch sei es mehr als verwunderlich, dass Parteichef Hannes Gschwentner ein weibliches durch ein männliches Regierungsmitglied ersetzt habe. In der Landesregierung stehe es somit nun 6:2 für die Männer. Gerade von der SPÖ, die auf Bundesebene die frauenfeindliche Regierungspolitik immer wieder kritisiere, habe man etwas anderes erwartet. (APA)

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