Anschlag auf ISAF-Soldaten

22. Dezember 2005, 15:11
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Drei ausländische Militärs verletzt

Kabul - Bei einem Selbstmordanschlag im Westen Afghanistans sind am Dienstag drei Soldaten der NATO-Schutztruppe ISAF verletzt worden. Der Autobomben-Anschlag ereignete sich in der Provinz Herat. Bei den drei verletzten Soldaten soll es sich um Italiener handeln.

Der Attentäter habe den Sprengsatz beim Überholen eines ISAF- Konvois gezündet, hieß es aus Sicherheitskreisen. Am 14. November waren bei Anschlägen auf ISAF-Fahrzeuge in Kabul ein deutscher Soldat und mehrere Afghanen getötet worden.

Die USA ziehen nach Informationen der "New York Times" bis zum kommenden Frühjahr rund 3000 Soldaten aus Afghanistan ab. Verteidigungsminister Rumsfeld habe einen entsprechenden Befehl unterzeichnet, berichtete die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf einen ranghohen Armeevertreter. Dadurch verringere sich die Zahl der US-Soldaten in dem Land auf 16.000. Eine offizielle Erklärung werde noch für Dienstag erwartet.

Die Entscheidung sei erwartet worden, nachdem die NATO zugestimmt habe, im kommenden Jahr von den USA Aufgaben im Süden Afghanistans zu übernehmen, hieß es in dem Bericht. (APA)

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