USA ziehen 3000 Soldaten aus Afghanistan ab

22. Dezember 2005, 15:11
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Offizielle Erklärung für heute erwartet

Washington/Islamabad - Die USA ziehen nach Informationen der "New York Times" bis zum kommenden Frühjahr rund 3000 Soldaten aus Afghanistan ab. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld habe einen entsprechenden Befehl unterzeichnet, berichtete die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf einen ranghohen Armeevertreter. Dadurch verringere sich die Zahl der US-Soldaten in dem Land auf 16.000. Eine offizielle Erklärung werde noch für Dienstag erwartet.

Die Entscheidung sei erwartet worden, nachdem die NATO zugestimmt habe, im kommenden Jahr von den USA Aufgaben im Süden Afghanistans zu übernehmen, hieß es in dem Bericht. Die NATO will ihre ISAF-Truppen von 9000 auf 15.000 verstärken.

US-Vizepräsident Dick Cheney ist unterdessen am Dienstag zu politischen Gesprächen in Pakistan eingetroffen. Neben einem Treffen mit Staatschef General Pervez Musharraf stand auch ein Besuch in dem durch das verheerende Erdbeben Anfang Oktober verwüsteten Teil von Kaschmir auf dem Programm, wie das pakistanische Außenministerium mitteilte. Cheney kam aus Afghanistan, wo er am Montag der konstituierenden Sitzung des im September gewählten Parlaments teilgenommen hatte. (APA/Reuters/AP)

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