US-Mafiaboss Gigante in Gefängnis gestorben

22. Dezember 2005, 09:12
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Führte Justiz als vermeintlicher Geisteskranker jahrelang in die Irre

New York - Der amerikanische Mafiaboss Vincent "The Chin" Gigante ist am Montag (Ortszeit) in einem Gefängniskrankenhaus in Springfield im US-Staat Missouri gestorben. Das teilten die Behörden mit. Das "New York Times Magazine" nannte ihn einmal "den letzten großen Mafioso des 20. Jahrhundert".

Gigante wurde erst 1997 als Mafiaboss verurteilt. Davor war es ihm über Jahrzehnte gelungen, sich der Justiz mit einem Täuschungsmanöver zu entziehen. Er markierte einen Geisteskranken und lief im Bademantel und Schlappen durch die Straßen Manhattans. Erst vor zwei Jahren gab er den Schwindel bei einer Gerichtsanhörung zu.

Gigante wurde 1928 in der Bronx in New York geboren. Seine Eltern waren italienische Einwanderer. Auf dem Höhepunkt seiner Macht als Mafiaboss reichte sein Banden-Imperium von New York bis hinunter nach Miami in Florida. (APA/AP)

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