FARC gibt Lebenszeichen von entführtem Ex-Minister

27. Dezember 2005, 11:18
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Gespräche über einen Gefangenenaustausch kommen offensichtlich in Bewegung

Bogota - In die Gespräche über einen Gefangenenaustausch zwischen der kolumbianischen Regierung und den Guerilleros der FARC kommt offensichtlich Bewegung. Die FARC (Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia) lancierte am Wochenende ein Lebenszeichen des von ihnen vor fünf Jahren gekidnappten Ex-Ministers Fernando Araujo an die Öffentlichkeit.

Wie die lokale Presse am Montag weiter berichtete, handelt es sich dabei um ein Video, in dem Araujo die Regierung auffordert, die Vorschläge für einen Austausch der Geiseln gegen alle gefangenen Guerilleros zu konkretisieren.

In der Gewalt der FARC befinden sich 45 Soldaten, 19 Politiker und drei US-Amerikaner, die darauf hoffen, gegen in staatlichen Gefängnissen einsitzende Guerilleros der FARC ausgetauscht zu werden. Dies hatten vor wenigen Tagen Frankreich, Spanien und die Schweiz, vorgeschlagen, die in dem seit vielen Jahren andauernden Konflikt zu vermitteln versuchen. Der Vorschlag war, eine waffenfreie Zone im Süden des Landes zu schaffen, wo Verhandlungen über den Austausch geführt werden könnten.

Ungeachtet dessen haben Einheiten der FARC in den letzten Tagen ihre Offensiven gegen staatliche Institutionen im Norden des Landes verstärkt. Bei einem bewaffneten Angriff auf eine Polizeistation töteten sie am Sonntag nach Presseberichten sieben Polizisten und entführten 35 weitere. (APA/dpa)

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