EU-Agrarminister beraten Weinabkommen mit USA

20. Dezember 2005, 16:28
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"Barrique" mit Holzchips künftig erlaubt?

Brüssel - Die EU-Agrarminister kommen heute in Brüssel zu Beratungen über ein neues Weinhandels-Abkommen mit den USA zusammen. Vorgesehen ist darin, Auflagen für önologische Verfahren zu senken. So sollen US-Winzer Wein als Barrique in Europa verkaufen dürfen, der nicht gemäß europäischer Normen mehrere Jahre in einem Eichenfass gelagert wurde. Stattdessen soll das US-Verfahren anerkannt werden, bei dem der Barrique-Geschmack mit einem Holzchip künstlich hergestellt werden kann.

Ein weiteres US-Verfahren besteht darin, den Wein in seine Bestandteile zu zerlegen und dann wieder zusammenzusetzen. Dadurch sollen Qualitätsschwankungen unterschiedlicher Jahrgänge ausgeglichen werden. Unter deutschen Winzern sind beide Verfahren umstritten. Befürchtet wird, dass der europäische Markt mit solchen Weinen überschwemmt wird. Das Abkommen soll am 1. Jänner 2006 in Kraft .(APA/AP)

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