Drei schwere Verkehrsunfälle legten Südautobahn lahm

20. Dezember 2005, 21:05
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Im Stau stehende Autofahrer vom Roten Kreuz mit Tee und Decken versorgt

Wien - Drei Lkw-Unfälle mit mehreren beteiligten Fahrzeugen haben am Montag den Verkehr auf der Südautobahn (A2) stundenlang lahm gelegt. Am Vormittag waren zwei Lkw und zwei Pkw bei Mödling in einen Crash verwickelt. Dabei verlor ein Schwerfahrzeug mehrere Tonnen Erdnussfett. Bei Wiener Neustadt hatte ein Sattenschlepper die Leitschiene durchschlagen und landete mit 22 Tonnen Stahlplatten im Straßengraben.

Gegen 8.30 Uhr war auf Höhe Wiener Neustadt in Fahrtrichtung Wien ein Sattelschlepper ins Schleudern geraten, hat anschließend die Leitschiene durchschlagen und landete im Straßengraben. Der Lenker erlitt laut NÖ Sicherheitsdirektion bei der Unfallaufnahme einen epileptischen Anfall und wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Die Bergung des Sattelschleppers sowie dessen Ladung - rund 22 Tonnen Stahlplatten - gestaltete sich sehr schwierig. Deshalb war die A2 in Fahrtrichtung Wien in der Zeit von 8.45 Uhr bis 14.50 Uhr nur erschwert passierbar bzw. für einige Zeit sogar komplett gesperrt.

Ladung verloren

Einige Zeit später "krachte" es weiter nördlich gleich zwei Mal. Nach einem Crash in Fahrtrichtung Süden hatte ein Lkw seine Ladung verloren - mehrere Tonnen Erdnussfett. Die Entfernung der schmierigen Masse nahm nach ÖAMTC-Angaben mehrere Stunden in Anspruch. Die A2 war in Fahrtrichtung Süden komplett gesperrt, in der Folge reichte der Rückstau bis Wien zurück. Auch auf der Umleitungsstrecke, der B17, ging bald nichts mehr weiter. Zu Mittag konnte eine Spur wieder freigegeben werden.

Ersten Angaben zufolge wurde eine Person verletzt. Laut Feuerwehr Mödling musste aus einem Wagen ein Ehepaar mit Kind befreit werden.

Mödling/SCS: Kollision

Kurz darauf ereignete sich - ebenfalls auf Höhe Mödling/SCS (Shopping City Süd) - eine weitere Kollision. Nach Angaben der Bezirksfeuerwehr war ein aus dem Bezirk Wiener Neustadt stammender Lkw auf einen litauischen Lkw aufgefahren. Der Lenker des österreichischen Schwerfahrzeuges wurde im Fahrerhaus eingeklemmt.

Die Feuerwehr Wiener Neudorf - noch auf der Gegenrichtung beim "Erdnussfett-Unfall" im Einsatz - rückte sofort auf die Gegenfahrbahn ab. Der Mann wurde mit hydraulischen Rettungsgeräten befreit und dem Rettungsdienst übergeben. Der Verletzungsgrad war zunächst nicht bekannt, der Fahrer war aber ansprechbar.

Nach dem zweiten Crash waren in Fahrtrichtung Wien zunächst drei und später zwei von vier Spuren blockiert. Mitarbeiter des Roten Kreuzes aus Mödling und Baden versorgten die in beiden Richtungen im Stau stehenden Kfz-Teilnehmer mit heißem Tee und Decken. (APA)

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