Grazerinnen übergaben 2700 Unterschriften

19. Dezember 2005, 18:36
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Frauenrat übergab Regierung Unterschriftensammlung für bessere finanzielle Unterstützung der Frauenhäuser

Graz - Die vom Grazer Frauenrat initiierte Unterschriftensammlung zur prekären finanziellen und personellen Situation der Frauenhäuser Graz und Kapfenberg, sowie zu den negativen Auswirkungen des neuen Gewaltschutzeinrichtungsgesetzes wurde am Montag vom Landesrat für Soziales und Landeshauptmann-Stellvertreter, Kurt Flecker, entgegengenommen.

Einziger Wehrmutstropfen: Die Übergabe der etwa 2700 Unterschriften von Grazer Frauen und Männern konnte nicht feierlich und im Beisein der Öffentlichkeit stattfinden. Seitens des Büros des Landeshauptmann-Stellvertreters wurde nämlich die Forderung gestellt, die Unterschriften unter Ausschluss von Vertreterinnen des Frauenrats, der Frauenhäuser und der Presse entgegen zu nehmen.

Die feierliche symbolische Übergabe fand daher unter Anwesenheit von Vertreterinnen des Frauenrats, der Frauenhäuser und der Presse im Landhaushof statt.

Zur eigentlichen Übergabe im Büro des Landeshauptmann-Stellvertreters um 13.00 Uhr wurde lediglich der Unabhängigen Frauenbeauftragten Brigitte Hinteregger, in ihrer Funktion als Vorsitzende des Grazer Frauenrats Einlass gewährt.

Der Grazer Frauenrat und knapp 2700 Grazer und Grazerinnen vertreten folgende Forderungen:

  • die langfristige und v.a. adäquate finanzielle Absicherung der Frauenhäuser in Graz und Kapfenberg

  • personelle Besetzung rund um die Uhr

  • die Anerkennung der Entscheidungskompetenz der Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser in Bezug auf Aufnahme und Aufenthaltsdauer von Klientinnen und ihren Kindern

  • die Novellierung des Steirischen Gewaltschutzeinrichtungsgesetzes unter Berücksichtigung der Grundsätze der Frauenhausarbeit (Anonymität, Vertraulichkeit und Autonomie)

    Grazer Frauenrat

    Der unabhängige Frauenrat Graz existiert bereits seit 1987. Er ist ein überparteiliches und überkonfessionelles Gremium bestehend aus derzeit rund 70 Vereinen, Projekten, Institutionen, Frauengruppen, Vertreterinnen aller politischen Parteien und der Kirchen und interessierten Privatfrauen mit dem Ziel der Vernetzung, der gegenseitigen Information und der Koordinierung gemeinsamer Aktionen, um Frauenanliegen zu vertreten. Den Vorsitz führt die Unabhängige Frauenbeauftragte der Stadt Graz, Brigitte Hinteregger. (red)

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      foto: frauenrat
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