Todesflug nach Athen nachgestellt

21. Dezember 2005, 16:11
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Schon beim Start kein Druckausgleich

Nikosia/Athen – Die Ermittlungen zum Absturz der zyprischen Helios-Maschine nahe Athen (121 Tote) sind mit einer Rekonstruktion der Ereignisse in die letzte Phase gegangen. Eine Maschine vom gleichen Typ startete am Montag wie der Unglücksflug um 11.07 Uhr Ortszeit vom zyprischen Flughafen von Larnaka. Laut Chefermittler Akrivos Tsolakis sollte der ganze Flug von Zypern bis Athen nachgestellt werden um über den Ablauf der Katastrophe schlüssige Erkenntnisse zu bekommen.

Sicher sei, dass es am 14. August bereits beim Start keinen Druckausgleich in der Chartermaschine gegeben habe. Techniker hätten am Vortag bei einer Kontrolle den Hebel für die Luftdruckkontrolle auf manuell statt auf automatisch gestellt, die Piloten hätten es vor dem Abflug versäumt, dies zu korrigieren. Das sei der Grund dafür, dass alle Menschen an Bord bis zum Absturz ohnmächtig waren. (dpa, DER STANDARD-Printausgabe 21.12.2005)

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