Bush wirft Medien "Geheimnis­verrat" vor

28. Dezember 2005, 13:39
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Enthüllungen zu Lauschangriffen "schändliche Tat" - Umfrage: US-Bürger wieder zufriedener mit Präsidenten

Washington - US-Präsident George W. Bush hat die Enthüllung geheimer Lauschangriffe in den USA als "schändliche Tat" und "Verrat von Geheimnissen" bezeichnet. Der Präsident verteidigte am Montag in Washington erneut die umstrittenen Abhöraktionen des Geheimdienstes NSA, über die die "New York Times" berichtet hatte.

Der Kampf gegen die Terrororganisation El Kaida, "die kein konventioneller Gegner ist", erfordere "ein neues Denken und Handeln". Die Veröffentlichung der NSA-Maßnahmen schwäche den Kampf gegen die Terroristen.

US-Bürger wieder zufriedener mit der Arbeit von Bush

Bush hat einer Umfrage zufolge wieder mehr Rückhalt in der Bevölkerung für seine Politik. Grund dafür seien der erfolgreiche Verlauf der Parlamentswahl im Irak und ein verbesserter Ausblick für die einheimische Wirtschaft, hieß es in Umfrage der US-Medien ABC News und Washington Post am Montag. 47 Prozent der Befragten seien derzeit mit der Arbeit von Bush zufrieden.

Im November war die Zustimmung noch auf ein Allzeit-Tief von 39 Prozent gesunken. Die jüngste Umfrage ergab für Bush den besten Wert seit März 2005, als sich 50 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden gezeigt hätten. Nach den zuletzt schlechten Werten Grund hatte Bush in den vergangenen Wochen eine aggressive Kampagne gefahren, um die US-Bürger wieder für sich zu gewinnen. Dabei hatte er sich in einer Reihe von Ansprachen an seine Landsleute gewandt, zuletzt am Sonntagabend zur besten Sendezeit im US-Fernsehen. (Reuters/APA/dpa)

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    Abhöraffäre: Bush wirft US-Medien "Geheimnisverrat" vor

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