Arabische Reitermilizen töteten zwölf Menschen in Darfur

27. Dezember 2005, 11:23
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Mit Kamelen und Pferden in Dorf eingefallen

El-Geneina - Arabische Reitermilizen haben am Montag ein Dorf in der sudanesischen Region Darfur überfallen und zwölf Zivilisten getötet. Die so genannten Janjaweed-Milizen seien mit Kamelen und Pferden in dem Dorf Abu Suruj eingefallen, teilten Rebellen und Regierungsvertreter mit. Unter den Opfern sei auch ein über 60-jähriger Mann gewesen. Weitere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

In dem seit Februar 2003 schwelenden Darfur-Konflikt sind zehntausende Menschen getötet und mehr als zwei Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die schwarzafrikanischen Einwohner der Bürgerkriegsregion werfen der Zentralregierung in Khartum Unterdrückung und die Unterstützung der Reitermilizen vor. In der nigerianischen Hauptstadt Abuja finden Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts statt, der von den USA als Völkermord eingestuft wird. (APA/Reuters)

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