UN: Arbeitslosigkeit untergräbt Wachstum in Afrika

26. Dezember 2005, 16:10
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Jeder zehnte arbeitsfähige Afrikaner arbeitslos

Addis Abeba - Die Rekordarbeitslosigkeit in Afrika untergräbt nach einem UN-Bericht das Wachstum auf dem Kontinent und führt zu mehr Armut. Das Wirtschaftswachstum habe 2005 beispiellose 5,2 Prozent betragen, doch den Menschen gehe es wegen des Mangels an Arbeitsplätzen schlechter, heißt es in dem am Montag in Addis Abeba veröffentlichten Jahresbericht der UN-Wirtschaftskommission für Afrika. "Die Schaffung von Arbeitsplätzen ist der Kern des Kampfes gegen die Armut", sagte Kommissionssprecher Augustin Fosu.

Jeder zehnte arbeitsfähige Afrikaner sei arbeitslos. Unter jungen Menschen, die mehr als die Hälfte der 860 Millionen Einwohner Afrikas ausmachen, sei die Situation noch schlechter. Von ihnen sei schätzungsweise jeder Fünfte arbeitslos, möglicherweise sei diese Zahl auch noch höher.

Viele junge Afrikaner auf der Suche nach Arbeit versuchten nach Europa oder in andere Industriestaaten zu gelangen. Dadurch werde die Arbeitslosigkeit in Afrika zu einem allgemeinen Problem. Das Wachstum müsse auf durchschnittlich über sieben Prozent steigen, um der Armut entgegenwirken zu können, sagte Fosu. (APA/AP)

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