Dorotheum zieht erfolgreiche Auktions-Jahresbilanz 2005

29. Dezember 2005, 14:20
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Auktions-Umsatz mit 85 Millionen Euro deutlich über Vorjahr - Mailand-Repräsentanz entwickelte sich positiv

Wien - Mit über 85 Millionen Euro Auktions-Umsatz hat das Dorotheum das Vorjahresergebnis (77 Mio. Euro) im Jahr 2005 laut eigenen Angaben deutlich übertroffen. Die Eröffnung der Repräsentanz in Mailand (wo mit 360.000 Euro den Weltrekordpreis für den Künstler Mario Schifano erzielt werden konnte) im März dieses Jahres habe sich bereits deutlich in der Bilanz niedergeschlagen, hieß es in einer Aussendung. Auch das teuerste heuer in Österreich versteigerte Bild kam im Dorotheum unter den Hammer: Für 1,32 Millionen Euro ersteigerte die Fürstlich Liechtenstein'sche Sammlung Waldmüllers "Die unterbrochene Wallfahrt (Die Hilfestellung)".

Vor allem die vier Auktions-Schwerpunktwochen hätten großes internationales Interesse auf sich gezogen. Neben den Alten Meistern behaupteten sich immer mehr auch die Bilder des 19. Jahrhunderts und vor allem jene der Klassischen Moderne und Zeitgenössischen Kunst, hieß es. Hervorgehoben wurden Antoni Tápies Großformat "Brown and Grey" (216.000 Euro) und Egon Schieles Kohlezeichnung "Mädchenakt mit gespreizten Beinen", die mit 288.000 Euro das Vierfache ihres Schätzwertes erreicht habe.

Zu den Höhepunkten des Auktionsjahres 2005 werden im Dorotheum auch die Versteigerungen der Privatsammlungen des Wiener Arztes Heinrich Lill (dabei erzielte auch Schieles Gouache "Weiblicher Akt mit violetten Strümpfen" mit 456.000 Euro ein außerordentliches Ergebnis), sowie jene aus dem Nachlass des letzten Fürsten Palffy gezählt. (APA)

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