Mexiko: Fox kritisiert Ausbau der Grenzzauns der USA

24. Dezember 2005, 10:58
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Präsident: "Das sagt nichts Gutes über ein Land, das sagt, demokratisch sein zu wollen."

Mexiko-Stadt - Der mexikanische Präsident Vicente Fox hat die amerikanischen Pläne für einen Ausbau des Grenzzauns an der gemeinsamen Grenze kritisiert. "Diese Mauer ist schändlich", sagte er am Sonntag. "Das sagt nichts Gutes über ein Land, das sagt, demokratisch sein zu wollen."

Das US-Repräsentantenhaus beschloss am Freitag, entlang der amerikanisch-mexikanischen Grenze einen 1.100 Kilometer langen Zaun zu errichten, um zu verhindern, dass Einwanderer aus dem Süden ins Land kommen. Fox sagte, Grenzbefestigungen gehörten ins vergangene Jahrhundert und würden wie die Berliner Mauer in Volksaufständen niedergerissen. Die US-Beschlüsse gegen Einwanderer seien heuchlerisch für ein Land, das von Einwanderern aufgebaut worden sei, sagte er weiter.

Seit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren hat sich Fox in Washington dafür eingesetzt, mehr Mexikaner einwandern zu lassen. US-Präsident George W. Bush schlug vor zwei Jahren ein Gastarbeiterprogramm mit einer dreijährigen Arbeitserlaubnis vor. Dies wurde aber in dem am Freitag beschlossenen Maßnahmen nicht berücksichtigt. (APA/AP)

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    Mexikos Präsident Vicente Fox.

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