Mindestens fünf Polizisten bei Rebellenangriff getötet

20. Dezember 2005, 21:20
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33 Beamte noch vermisst

Bogota - Rund 500 linksgerichtete Rebellen haben im Westen Kolumbiens einen Ort offen angegriffen und dabei mindestens fünf Polizisten getötet, wie die Behörden am Sonntag mitteilten. 33 Polizisten wurden nach dem Angriff vom Samstag noch vermisst. Sie sind möglicherweise von den Rebellen entführt worden.

Nach Einschätzung der Behörden war es ein koordinierter Angriff von Kämpfern der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) und der beiden kleineren Rebellengruppen Nationale Befreiungsarmee (ELN) und Guevara-Armee des Volks (EGP). Sie umzingelten den rund 275 Kilometer westlich von Bogota gelegenen Ort San Marino und griffen dann die dort stationierten Sicherheitskräfte an. Nach sechs Stunden brachten Heereshubschrauber Verstärkung, und die Rebellen zogen sich wieder in den Dschungel zurück.

Die FARC ist mit rund 12.000 Kämpfer die größte Rebellengruppe Kolumbiens, die ELN hat rund 3.500 Kämpfer. Über die EGP ist wenig bekannt. Sie operiert nur in der Nähe des Ortes Choco. (APA)

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