Extremistengruppe bestreitet Verantwortung für Osthoff-Entführung

18. Dezember 2005, 20:59
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"Armee der Mudschahedin hat mit dieser Entführungsaktion nichts zu tun"

Kairo - Die irakische Extremistengruppe "Armee der Mudschahedin" hat Berichten widersprochen, die entführte Deutsche Susanne Osthoff festgehalten zu haben. Auf der Internetseite der radikalislamischen Gruppe hieß es am Sonntag: "Die Armee der Mudschahedin hat mit dieser Entführungsaktion nichts zu tun, weder direkt noch indirekt".

Die Gruppe, die sich mit Angriffen auf US-Soldaten brüstet, distanzierte sich von derartigen Geiselnahmen und fügte hinzu: "Die Armee erklärt, dass sie unschuldig ist und nichts zu tun hat, mit diesen Gruppen, die fälschlicherweise behaupten, dazuzugehören und deren Aktionen dem Weg und den Prinzipien der Armee im Heiligen Krieg für Gott widersprechen".

Beobachter halten es nicht für ausgeschlossen, dass kriminelle Entführer im Irak den Namen einer islamistischen Extremistengruppe benutzen, um die Gegenseite bei den Verhandlungen über die Freilassung unter Druck zu setzen und mehr Lösegeld zu fordern. (APA)

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