"Lindenstraße": Else-Kling-Darstellerin ortet "Jugendwahn"

27. Dezember 2005, 13:42
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Produzent Geißendörfer: Hat mehr mit "ihrem Gesundheitszustand" zu tun, dass sie "ganz kurz gehalten" wurde

Hamburg - Die als grantelnde Hausmeisterin Else Kling bekannt gewordene "Lindenstraße"-Darstellerin Annemarie Wendl verlässt die ARD-Fernsehserie nicht nur wegen ihrer angeschlagenen Gesundheit. "In der 'Lindenstraße' ist der Jugendwahn ausgebrochen", sagte die 90-Jährige der "Bild am Sonntag". Produzent Hans W. Geißendörfer habe sie mit ihren Auftritten in letzter Zeit "ganz kurz gehalten", sagte die Schauspielerin.

"Ich hätte gern mehr gedreht als immer nur ein paar Sätze. Früher hatte ich viel größere Szenen", so Kling. Wenn es nach Wendl geht, ist sie aber auch nach ihrem Ausscheiden aus der "Lindenstraße" noch in der Öffentlichkeit zu sehen. "Ich würde gern Werbung machen - zum Beispiel für Kaffee, Knabbergebäck. Oder für ein Auto. Da hätte ich Spaß dran", sagte sie dem Blatt.

"Spaß am Spielen"

Der 64-jährige Geißendörfer verteidigte Wendls seltenere Einsätze vor der Kamera. Dies habe "nichts mit Jugendwahn, sondern leider mehr mit ihrem Gesundheitszustand" zu tun, sagte er dem Blatt. Nach vier Lungenentzündungen Wendls im vergangenen Jahr hätten immer wieder Drehtage abgesagt werden müssen. "Immer dann, wenn sie stehen und atmen konnte und Spaß am Spielen hatte, konnte sie bei uns drehen", fügte er hinzu. (APA/AFP)

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