Auswirkungen auf britischen Haushalt

22. Dezember 2005, 19:11
1 Posting

Zeitungsberichten zufolge sprach Blair die Kürzung am Britenrabatt nicht mit Schatzkanzler Brown ab

London - Der britische Premierminister Tony Blair hat die in letzter Minute zugestandenen Kürzungen am Britenrabatt Presseberichten zufolge nicht direkt mit seinem Schatzkanzler Gordon Brown abgesprochen. Der konservative "Sunday Telegraph" berichtete unter Berufung auf einen ungenannten Beamten des Finanzministeriums, Blair und Brown hätten keinen direkten Kontakt gehabt, bevor sich der Premier beim EU-Gipfel in Brüssel in der Nacht zum Samstag entschied, insgesamt 10,5 Milliarden Euro vom Britenrabatt über sieben Jahre aufzugeben. Der Beamte sagte dem Blatt, dies werde Auswirkungen auf die britischen Ausgaben für Gesundheit, Bildung, Sicherheit und Verkehr zwischen 2008 und 2011 haben.

Die "Mail on Sunday" schrieb, es sei ein "offenes Geheimnis", dass Brown gegen das Vorgehen Blairs sei. Der Schatzkanzler sei darauf vorbereitet gewesen, wegen des Britenrabatts konsultiert zu werden. Ein Regierungssprecher in London wies die Vorwürfe zurück. "Wir haben als Regierung gehandelt", betonte er. "Es herrschte Einvernehmen in der Regierung, dass wir unseren fairen Anteil an den Kosten der EU-Erweiterung zahlen sollten." Blair hatte bei der Parlamentswahl im Mai angekündigt, keine vierte Amtszeit anzustreben. Es wird erwartet, dass Brown ihn ablöst. (APA/AFP)

Share if you care.