"Berliner Zeitung" muss Gewinn steigern

27. Dezember 2005, 17:05
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Nach Übernahme mit Verbindlichkeiten von 95 Millionen Euro belastet

Nach der Übernahme durch Finanzinvestoren muss die "Berliner Zeitung" nach Medienberichten ihren Gewinn in den nächsten Jahren drastisch steigern. Der Gewinn des Berliner Verlages ("Berliner Zeitung", "Berliner Kurier") müsse vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von derzeit 14 Mio. Euro auf gut 26 Mio. Euro 2008 steigen, berichteten am Samstag der "Spiegel" und die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Internet-Ausgabe.

Das Nachrichtenmagazin berief sich auf ein Treffen der Verlagsleitung mit Vertretern der neuen Investoren Mecom und Veronis Suhler Stevenson (VSS). Die Umsatzrendite muss dem "Spiegel" zufolge so von derzeit 12 Prozent auf 21 Prozent im Jahr 2008 klettern. Der kürzlich noch weitgehend schuldenfreie Verlag sei nach der Übernahme nun mit Verbindlichkeiten von 95 Mio. Euro belastet.

Die "FTD" zufolge sollen Verlags- und Redaktionsleitung nun bis März Konzepte entwickeln, wie die Ziele zu erreichen seien. Man sei dort aber einig, dass die Vorgaben unrealistisch seien. Sprecher der Investoren haben der "FTD" zufolge aber bestritten, dass es genaue Zielvorgaben gebe. Es sollten lediglich Vorschläge entwickelt werden. Der Berliner Verlag war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. (APA/Reuters)

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