US-Journalist und Pulitzer-Preisträger Jack Anderson gestorben

27. Dezember 2005, 17:05
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Seine Enthüllungen ließen Eisenhower und Nixon erzittern

Washington - Der amerikanische Enthüllungsjournalist und Pulitzer-Preisträger Jack Anderson ist am Samstag im Alter von 83 Jahren gestorben. Wie seine Familie mitteilte, erlag er in seinem Haus in Bethesda im Staat Maryland den Folgen der Parkinson-Krankheit. In seinen Kolumnen, die in bis zu 1.000 Zeitungen erschienen, deckte er seit 1947 so manchen Skandal in Washington auf. Seine Enthüllungen ließen Präsidenten wie Dwight D. Eisenhower oder Richard Nixon erzittern.

Mordkomplott

Mitarbeitern des über die Watergate-Affäre 1974 gestürzten Nixon erschien Anderson so gefährlich, dass sie sogar ein Mordkomplott gegen ihn erwogen. 1972 erhielt Anderson den renommierten Pulitzer-Preis für einen Bericht, wonach die Regierung Nixon sich im indisch-pakistanischen Krieg heimlich auf die Seite Pakistans geschlagen hat.

Seine Zeitungskarriere begann Anderson bereits im Alter von zwölf Jahren mit Berichten über die Aktivitäten der Pfadfinder. Erst im Juli 2004 gab er seine Tätigkeit als Kolumnist wegen seiner Parkinson-Erkrankung auf. (APA/AP)

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