Palästinenser bei Explosion im Gaza-Streifen getötet

20. Dezember 2005, 19:14
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Israel bestreitet Verwicklung in Vorfall - Ranghohes Jihad-Mitglied von Soldaten angeschossen

Gaza - Bei einer Explosion im Gaza-Streifen ist am Samstag ein radikaler Palästinenser getötet worden. Palästinensische Extremisten und Sicherheitsvertreter machten Israel dafür verantwortlich. Das Auto des ranghohen Mitglieds der Abu-al-Rish-Brigaden sie bei einem Luftangriff von einer Rakete getroffen worden und explodiert. Die israelische Armee bestritt eine Verwicklung in den Vorfall.

Vergeltung angekündigt

Die Abu-al-Rish-Brigaden sind eine bewaffnete Gruppe der Fatah-Bewegung von Palästinenser-Präsident Mahmoud Abbas (Abu Mazen) und in Raketenangriffe auf Israel verwickelt. Sie vermutete Israel hinter dem Vorfall in Khan Younis im südlichen Gaza-Streifen und kündigte Vergeltung an. Dem Luftangriff vorausgegangen war ein neuer Raketenangriff radikaler Palästinenser auf das israelische Grenzgebiet zum Gaza-Streifen. Verletzte gab es dabei nicht.

Israel hatte angekündigt, gegen die Extremisten hinter den Raketenangriffen vorzugehen. Erst am Mittwoch hatte die Armee vier radikale Palästinenser bei einem Luftangriff auf ein Auto im Gaza-Streifen getötet. Allerdings starben auch schon einige palästinensische Extremisten, weil der Sprengstoff, den sie transportierten, versehentlich explodierte.

Gesuchter Palästinenser angeschossen

Angehörige Israelischen Militärs haben am Samstag in Tulkarem im Westjordanland einen gesuchten Palästinenser angeschossen. Aus palästinensischen Sicherheitskreisen verlautete, bei dem Mann handele es sich um das ranghohe Mitglied des Islamischen Jihads, Suhair Fukaa.

Die israelischen Streitkräfte erklärten, die Soldaten hätten den Gesuchten erkannt und ihn aufgefordert stehenzubleiben. Als er versucht habe zu fliehen, hätten sie auf ihn geschossen und ihn am Arm verletzt. Er sei in ein israelisches Krankenhaus eingeliefert worden. (APA/AP)

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