US-Doppelsieg in Val d'Isere

21. Dezember 2005, 10:18
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Lindsey Kildow gewinnt Abfahrt vor Caroline Lalive und Alexandra Meissnitzer - Dorfmeister bleibt im Gesamtweltcup voran

Val d'Isere - Lindsey C. Kildow hat am Samstag ihren ersten Weltcup-Sieg auf europäischem Boden gefeiert. Die 21-jährige US-Amerikanerin gewann die von Schlechtwetter stark beeinträchtigte Abfahrt in Val d'Isere. Die 21-Jährige aus Vail setzte sich bei ihrem insgesamt dritten Weltcupsieg vor ihrer Landsfrau Caroline Lalive (+0,38 Sek.) sowie der Salzburgerin Alexandra Meissnitzer (0,39) durch.

Dorfmeister diesmal nur Achte

In der Gesamtwertung führt weiter die Niederösterreicherin Michaela Dorfmeister, die in Frankreich Achte wurde und damit nach vier Podestplatzierungen (Ränge zwei und drei in den Abfahrten in Lake Louise sowie drei/Lake Louise und zwei/Aspen im Super G) en suite ihr schlechtestes Saisonresultat in einem Speed-Rennen zur Kenntnis nehmen musste. Mit 366 Punkten liegt die 32-Jährige nach dem achten Rennen 44 Zähler vor Kildow sowie 46 vor Meissnitzer.

"Ich bin froh, dass ich gesund im Ziel bin. Das Rennen hätte man nicht starten dürfen, denn man will ja gleiche Verhältnisse für alle haben", übte Dorfmeister berechtigte Kritik an der Rennleitung. Auf Grund des Neuschnees und heftiger Windböen geriet die mit eineinhalb Stunden Verspätung gestartete Abfahrt zu einer totalen Wetterlotterie, die viele Sturzopfer forderte und für ein irreguläres Rennen sorgte.

Am schlimmsten erwischte es die Steirerin Karin Blaser, die sich eine Verletzung im linken Knie zuzog, deren genauer Grad nach der Rückkehr in die Heimat diagnostiziert werden sollte. Nach dem Sturz der Slowenin Urska Rabic (Startnummer 47) wurde das Farce-Rennen endgültig abgebrochen, aber auf Grund des FIS-Reglements mit vollen Punkten gewertet.

"Es war noch viel Neuschnee in der Piste drin und deshalb sehr schwierig. Außerdem war der Wind bei allen bei weitem nicht gleich", betonte Meissnitzer nach ihrem dritten Podestplatz im Olympia-Winter. "Aber wenn man schaut, wer auf dem Stockerl steht, dann ist das kein Zufall. Der Wind hat aber entschieden, ob man Erste oder Vierte geworden ist."

Fast perfekte Fahrt von Kildow

Kildow hatte jedoch nicht nur mit dem Wetter mehr Glück als die Konkurrenz, sondern legte auch eine angesichts der widrigen Bedingungen nahezu perfekte Fahrt auf die 1.956 m lange O.K.-Piste. Die WM-Vierte hatte ihre bisherigen zwei Weltcup-Siege am 3. Dezember 2004 sowie vor zwei Wochen, ebenfalls am 3.12., auf der Abfahrtspiste in Lake Louise geschafft. Sie führt nun im Spezialweltcup mit 245 Punkten klar vor Dorfmeister (172) und Meissnitzer (170). (APA)

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    Dritter Weltcup-Sieg für Lindsey C. Kildow (re).

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    Neben der Siegprämie von 23.000 Euro erhielt Kildow eine Kuh. Ein Kaufangebot in Höhe von 1.000 Euro lehnte die US-Amerikanerin ab und versprach, kein Barbecue mit ihrer tierischen Prämie zu veranstalten.

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