EU verurteilt "brutale Kampagne" von Ermordungen

22. Dezember 2005, 10:55
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"Bedingungslose Zusammenarbeit" mit Hariri-Ermittlern verlangt

Brüssel - Die Europäische Union hat die Ermordung des libanesischen Ex-Regierungschefs Rafik Hariri und des Syrienkritikers Gebrane Tueni als Teil einer "brutalen Kampagne" verurteilt. Diese richte sich gegen "Bürger, Journalisten und libanesische Politiker sowie ihre Meinungsfreiheit", hieß es in einer am Samstag in der Früh in Brüssel verabschiedeten Erklärung des Europäischen Rates.

Die 25 EU-Mitglieder brachten in dem Papier ihre "sehr große Beunruhigung" angesichts der Ergebnisse des zweiten Berichts des UNO-Sonderermitlers im Mordfall Hariri, Detlev Mehlis, zum Ausdruck. Dieser bestätige die "schweren Hinweise" auf die die Beteiligung des syrischen und libanesischen Geheimdiensts an der Ermordung des früheren libanesischen Regierungschefs.

Gleichzeitig forderte die EU Syrien in der Erklärung dazu auf, im Fall "bedingungslos" mit den internationalen Ermittlern zusammenzuarbeiten. Der Abgeordnete und Journalist Tueni war am Montag durch eine Autobombe getötet worden. Weite Teile der politischen libanesischen Führung und der Bevölkerung im Libanon machen Syrien für den Anschlag verantwortlich. Es war der 13. Anschlag seit dem Mord an Hariri im Februar. (APA/AFP)

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