Rice sieht kein Einlenken des Iran im Atomstreit

20. Dezember 2005, 12:59
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Bush nennt den Iran eine Bedrohung und Ahmadinejad "seltsamen Typ"

Washington - US-Außenministerin Condoleezza Rice sieht nach eigenem Bekunden keine Anzeichen für ein Einlenken des Irans im Streit um sein Atomprogramm. "Ich habe bisher keinen Beleg dafür gesehen, dass der Iran an einer Lösung interessiert ist, die für eine äußerst skeptische internationale Gemeinschaft akzeptabel ist", sagte Rice am Freitag in einem Interview der Nachrichtenagentur AP.

Sie deutete an, dass die USA genug Unterstützung im Weltsicherheitsrat hätten, um internationale Sanktionen gegen Teheran durchzusetzen. Die Regierung in Washington will Rice zufolge aber noch die Bemühungen Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens zur Beilegung des Streits abwarten. Die Gespräche mit dem Iran, die diese drei Staaten im Auftrag der EU führen, sollen kommenden Mittwoch in Wien fortgesetzt werden.

Bush nennt Ahmadinejad "seltsamen Typ"

Präsident George W. Bush hat indessen den Iran nach den israelfeindlichen Äußerungen seines Präsidenten als Bedrohung bezeichnet. Bush sagte dem Sender PBS am Freitag, er sei in Sorge wegen der Theokratie im Iran. Den iranischen Präsidenten Ahmadinejad nannte er einen "seltsamen Typ". Der Iran unterstütze auch die militante Gruppe Hisbollah, die den Nahost-Friedensprozess torpediere, sagte Bush weiter. (APA/AP/Reuters/Red)

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