Hoher iranischer Geistlicher nennt Holocaust "falsches Gerücht"

20. Dezember 2005, 12:59
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Ayatollah Ali Meshkini unterstützt Thesen von Präsident Ahmadinejad

Teheran - Ein hochrangiger iranischer Geistlicher hat am Freitag den Holocaust an den Juden als "falsches Gerücht" bezeichnet und die voran gegangenen anti-israelischen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad bekräftigt.

Ayatollah Ali Meshkini, Leiter eines politischen Überwachungsausschusses, erklärte während des Freitagsgebets in der heiligen Stadt Qom, die Äußerungen Ahmadinejads seien "völlig logisch" und kämen aus dem "Herzen der Iraner". Die europäischen Länder hätten darauf kritisch reagiert, weil sie die "logischen Kommentare" des Präsidenten nicht ertragen könnten, meinte der Ayatollah vor Gläubigen laut offizieller Nachrichtenagentur IRNA.

"Die ganze Welt betrogen"

"Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Juden und Zionisten das falsche Gerücht verbreitet, dass Hitler, Österreich und Deutschland mehr als sechs Millionen Juden in den Verbrennungsöfen vernichtet hätten", erklärte Meshkini. Um als Opfer zu erscheinen und um sich damit ein ihnen geeignet erscheinendes Land anzueignen, hätten die Juden die ganze Welt betrogen, auch die Vereinten Nationen seien hereingelegt worden.

Präsident Ahmadinejad hatte zuvor den Völkermord an den Juden als Mythos bezeichnet. Israel und dessen Verbündeten warf er Heuchelei vor und bekräftigte seine Ansicht, der jüdische Staat sollte nach Europa, Kanada oder die USA verlegt werden. Der EU-Gipfel verurteilte am Freitag die die Äußerungen des iranischen Präsidenten zum Holocaust und Israel "uneingeschränkt". (APA)

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    Ayatollah Ali Meshkini ist Leiter eines politischen Überwachungs-Ausschusses.

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