Jeden Tag Physik

16. Dezember 2005, 19:13
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23. Dezember: Saturnmond

Am 23. Dezember 1672 wurde der fünfte Mond des Planeten Saturn durch Giovanni Domenico Cassini, einen französischen Astronomen und Mathematiker italienischer Herkunft, entdeckt. Cassini benannte diesen Mond nach Rhea - einer Gestalt in der griechischen Mythologie. Sie ist die Tochter der Gaia, der großen Erdmutter und Urmutter aller Götter, und des Uranos.

Der Mond Rhea hat einen mittleren Durchmesser von 1528 Kilometern. Seine geringe Dichte von 1,240 Gramm pro Kubikzentimeter lässt darauf schließen, dass er zu etwa zwei Drittel aus Wassereis sowie einem Kern aus silikatischem Gestein zusammengesetzt ist. Die Temperaturen an der Oberfläche betragen minus 174 Grad Celsius im Sonnenlicht, zwischen minus 200 und minus 220 Grad im Schatten. Rhea rotiert in 108 Stunden und 25 Minuten um die eigene Achse und weist damit, wie der Erdmond, eine gebundene Rotation auf: Sie zeigt dem Saturn immer ihre gleiche Seite. Von der Erde aus gesehen ist Rhea einer der hellsten Saturnmonde.

Am 8. Juni 1625 in Perinaldo in der Nähe von Nizza geboren, studierte Cassini am Jesuitenkolleg in Genua und Bologna, unterrichtete später an der Universität von Bologna. 1669 wurde er an die französische "Académie des sciences" nach Paris berufen. Er starb 1712. Die jüngste US-europäische Saturnmission "Cassini-Huygens" ist zu einem Teil seinem Andenken gewidmet. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 17./18. 12. 2005)

Für das laufende Weltjahr der Physik erarbeiteten heimische Schulen mit der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft einen Physik-Kalender: Dort findet sich zu jedem Tag im Jahr ein für die Physik bedeutendes Ereignis. Das ALBUM öffnet für jede Woche ein ausgewähltes Kalenderfenster.

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