Eine winterliche Runde

17. Dezember 2005, 13:34
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Die Region Kreuttal-Glockenberg ist auch mit der Schnellbahn leicht erreichbar

Im Weichbild der Bundeshauptstadt gibt es auch im Winter genug Wandermöglichkeiten. So bietet sich zum Beispiel die Region Kreuttal-Glockenberg, die meist nur eine geringe Schneelage aufweist, für einen gemütlichen Ausflug an. Das Wegenetz wurde in den letzten Jahren neu markiert und beschildert, und das Gebiet ist auch mit der Schnellbahn leicht zu erreichen.

Der Fremdenverkehrsverein Kreuttal hat einen Prospekt "Ausflugsgebiet Kreutwald" aufgelegt, der eine recht gute Skizze der Wanderwege enthält und für die Orientierung ausreicht. Man findet darauf auch Entfernungsangaben und eine Liste der Gasthäuser der Umgebung.

Wandelbarer Rußbach

Am östlichen Hang der lang gezogenen Erhebung steht ein Aussichtsturm, der einen recht interessanten Überblick über einen Teil des Weinviertels und über einen Abschnitt des Rußbachtales bietet. Der Rußbach, normalerweise ein recht unscheinbares Gerinne, kann nach langen Niederschlägen eine beträchtliche Wasserführung erreichen. Der Bach, der heute in die Donau mündet, erreichte früher den Strom nicht, sondern versickerte im Marchfeld.

Schon wegen der geringen Höhenunterschiede sind Runden über den Glockenberg kaum anstrengend, aber abwechslungsreich und interessant, denn am Weg stehen Informationstafeln mit Hinweisen auf Pflanzen und Tiere.

Die Runde lässt sich praktisch nach Belieben ausdehnen, um diese Jahreszeit aber sind die Tage kurz, dem sollte man Rechnung tragen.

Die Route: Vom Bahnhof Schleinbach geht es durch den Ort, bei der Tafel "Agrar-Grenzweg" hält man sich rechts und steigt auf dem blau markierten Weg gemütlich zur Höhe an. Der Aussichtsturm liegt ein paar Meter abseits des Weges und ist auf unmarkiertem Pfad leicht zu erreichen. Gehzeit: eine Dreiviertelstunde. Weiter geht's auf der blauen Markierung bis zur Höhe 360, wo Informationstafeln, Wegweiser und ein Votivbild "Maria hilf" zu finden sind. Gehzeit ab Turm: eine Viertelstunde. Nun folgt man nach links dem rot markierten Weitwanderweg über den Gipfel des Glockenbergs hinweg und wendet sich bei der Kote 362 nach rechts auf die rote Markierung, um nach Würnitz abzusteigen. Gehzeit: 1¼ Stunden.

Der Rückweg erfolgt auf der grünen Markierung, die man durch die Schlossstraße erreicht. Fast schnurgerade wandert man über den Glockenberggipfel hinweg, um durch eine Kellergasse den Ausgangspunkt Schleinbach zu erreichen. Gehzeit ab Würnitz: 1¼ Stunden. (Der Standard, Printausgabe 17./18.12.2005)

Von Bernd Orfer

Gesamtgehzeit 3½ Stunden, Höhenunterschied rund 170 m. Gasthaus in Würnitz (Mittwoch Ruhetag). Folder "Ausflugsgebiet Kreutwald"; Bundesamtskarte, Blatt 41 (Deutsch-Wagram)
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