Kräutertee, richtig zubereitet

13. Juli 2006, 17:04
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Mit kochendem Wasser aufgegossen, gewährleistet Abtötung von Bakterien, Hefen und Pilzen

Berlin - Kräutertees sollten unbedingt mit sprudelnd kochendem Wasser aufgegossen werden und mindestens fünf Minuten ziehen. Nur so ist gewährleistet, dass möglicherweise vorhandene Keime in den Kräutermischungen abgetötet werden. Darauf hat das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin hingewiesen. Auf den Verpackungen seien in der Regel auch entsprechende Empfehlungen vom Hersteller zu finden, die in jedem Fall befolgt werden sollten.

Keime abtöten

In manchen Fällen können die pflanzlichen Produkte nach Angaben der Behörde mit Bakterien, Hefen oder Schimmelpilzen verunreinigt sein. Vereinzelt könne es sich dabei auch um Krankheitserreger wie Salmonellen handeln, die nur durch ein ausreichendes Erhitzen mit Sicherheit abgetötet würden. Verbraucher sollten Kräutertees deshalb auf keinen Fall nur mit warmem Wasser zubereiten. Ungeeignet seien somit Heißwasserspender, bei denen das Wasser in der Regel nur eine Temperatur zwischen 80 und 85 Grad Celsius erreiche.

Gleich trinken

In besonders ungünstigen Fällen können keimbelastete Kräutertees dem Bundesinstitut zufolge bei falscher Zubereitung gerade für Säuglinge, kleine Kinder und Kranke zu einem großen Gesundheitsrisiko werden. Die Empfehlungen gelten sowohl für lose Mischungen als auch für Teebeutel. Die Experten raten zudem, aufgegossenen Kräutertee nicht über mehrere Stunden stehen zu lassen. Denn mit dem kochenden Wasser würden zwar Keime wirksam abgetötet, möglicherweise ebenfalls enthaltene Sporen könnten diese Prozedur hingegen überstehen. Diese widerstandsfähigeren Formen der Keime könnten im warmen Wasser dann auskeimen. (APA/AP)

http://www.bfr.bund.de
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    foto: standard/matthias cremer

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