Fußball: DFB-Spieler dürfen keine WM-Kolumnen schreiben

27. Dezember 2005, 17:28
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Tagebücher oder Internet-Aktivitäten tabu - Konzentration allein auf Sport

Für deutsche Fußball-Nationalspieler sind WM-Kolumnen, Tagebücher oder Internet-Aktivitäten tabu. Auf diese Richtlinie legte sich die sportliche Leitung der DFB-Mannschaft am Freitag fest. Die Profis sollen in der Vorbereitung und während der Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land "die Konzentration allein auf den sportlichen Bereich richten", erklärte Manager Oliver Bierhoff.

Zudem riet der ehemalige DFB-Kapitän den Spielern, die für das UNO-Benefizspiel am 22. Dezember 2005 in Düsseldorf eingeladen waren, mit Hinweis auf die notwendige Erholungspause dringend von einer Zusage ab.

Anlass: Auftrag für Online-Tagebuch

Aktueller Anlass der Medien-Richtlinien, die es in dieser Form auch schon bei vorangegangenen Turnieren gegeben hatte, war ein Vertragsabschluss von Kevin Kuranyi mit einem Software-Unternehmen. Dieser enthielt nach Angaben des DFB unter anderem eine Vereinbarung, dass der Spieler während der Weltmeisterschaft 2006 ein Online-Tagebuch führen solle.

"Wir können gut nachvollziehen, dass die Spieler während der WM das Schreiben von Tagebüchern auch werblich nutzen möchten. Wir haben uns aber dazu entschlossen, die klare Linie vorzugeben, dass es in dieser Zeit keine Zusagen für andere Verpflichtungen geben soll", betonte Bierhoff.

Nach Rücksprache mit Jürgen Klinsmann und dem Trainerteam teilte Bierhoff den Nationalspielern auch die Wünsche für das Benefizspiel mit. "Sicherlich ist es eine gute Sache, an einem Spiel für einen guten Zweck teilzunehmen. Wir haben uns jedoch in allen Gesprächen dafür eingesetzt, dass nach dem Confederations Cup, der Bundesliga-Hinrunde und zahlreichen internationalen Verpflichtungen in der ersten Saisonhälfte die Spieler eine längere Weihnachtspause ausnutzen können, um zu regenerieren und damit gut erholt in das WM-Jahr zu gehen." (APA/dpa)

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