Feuerfarben

16. Dezember 2005, 15:25
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Gold, Orange, Braun und ein Schuss "Archaisches" liegen bei der weihnachtlichen Deko im Trend

Wien/Graz - Die Zeit, als kühles Blau Weihnachtsdekorationen dominierte, ist vorbei. Die Highlights dieser Saison sind Braun- und Orangetöne. "In Wohnungen und Häusern darf es in der Adventzeit ruhig kitschig zugehen - überladen, aber mit Stil", sagte die Dekokünstlerin Stefanie Anita Huber im Gespräch mit der APA. Wichtig bei der weihnachtlichen Gestaltung: "Ein Konzept vom Eingang bis zum Christbaum durchziehen."

Farben der Saison

Dekoration geht immer konform mit Mode und Einrichtungstrends, so die Grazer Gestalterin. "Rot, Gold und Silber sind zu Weihnachten aber nicht wegzudenken. Auch ein Glitzern muss immer dabei sein", erklärte Huber. Rund um die Festtage 2005 erstrahlen gut gestylte Behausungen zusätzlich in weiteren Farben des Feuers: Orange und Braun. "Auch Hellgrün ist heuer in." Genauso wie Schmuck in schwarz-weiß würde dieser Trend von den Menschen aber nicht angenommen. "In der kalten Zeit sehnt man sich nach Wärme und Geborgenheit", meinte die Deko-Expertin.

Naturmaterialien

Ein Trend zum "Archaischen" sei dabei deutlich spürbar. Man schmückt mit Naturmaterialien: Fell, Holz, Agavenblätter, Zimtstangen, Kaffeebohnen, Kristalle. "Der Tisch, als Mittelpunkt des Lebens, ist das wichtigste Möbelstück. Auf seine Gestaltung sollte man besonderen Wert legen", riet die Expertin. Ein schönes Tischtuch bildet die Basis, Platzteller, edles Geschirr und Kerzen dürfen auf keinen Fall fehlen. "Beim Dekorieren darf zu Weihnachten eine gewissen Überladenheit da sein - das Gegenüber am Tisch sollte man aber noch erkennen können", erklärte Huber. Eine Erste-Hilfe in Tischfragen: "Mit Moos und Reisig ein Zentrum schaffen, Engelsfiguren, Kerzen und Kugeln stilvoll arangieren."

Weihnachtsbaum

Viel Wert legt die Gestalterin auch auf das Schmücken des Christbaums: "Er drückt die Persönlichkeit des Menschen aus." Die Zweige mit orangen oder braunen Kugeln zu behängen, reiche nun aber nicht. "Das wäre unkreativ", so Huber. Besonders angesagt sind heuer bunte Glaskugeln und -figuren zum Beispiel von Vögel. Auch Süßes darf nicht fehlen: Am besten in dekorativen Stanitzel oder Samtsäcken. Auf alle Fälle sollte aber ein echter Baum seinen Duft in der Behausung verströmen können. Eine Plastiktanne kommt für die Profi-Gestalterin nicht in Frage.

Besinnlichkeit

Auch blinkende Rentiere am Hausdach sind der Grazerin ein Dorn im Auge. "Das Blinken erzeugt Unruhe." Gegen eine kleine, mit Lichterkette geschmückte Tanne im Vorgarten hat die Profi-Dekorateurin aber nichts einzuwenden. Als Alternative für beleuchtete Figuren am Fenster schlug sie Glassterne und -Eiszapfen im Kerzenschein vor. "Dieses Licht erzeugt immer noch die festlichste Stimmung." (APA)

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