Hohe Akzeptanz für "Kavaliersdelikte"

28. Dezember 2005, 15:46
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Österreicher würden mehrheitlich pfuschen oder Pfuscher beschäftigen - Jeder vierte findet es in Ordnung, Büromaterial privat nach Hause zu nehmen

Wien - Die Mehrheit der Österreicher und Österreicherinnen würde Pfuscher beschäftigen oder selber pfuschen. Dies geht aus der aktuellen Fessel-GfK- Studie über die Kultur der "Kavaliersdelikte" hervor.

Sechs von zehn Befragten finden die Schattenwirtschaft in Ordnung, 65 Prozent können sich vorstellen, selber zu pfuschen und fast 70 Prozent würden Pfuscher beschäftigen. Ein knappes Viertel der Befragten findet es in Ordnung, Büromaterial oder Ähnliches für den Privatgebrauch nach Hause mitzunehmen, 37 Prozent würden das auch tun. Dienst nach Vorschrift zu machen, also so wenig wie möglich zu arbeiten, finden zwar nur 16 Prozent der Befragten gut, knapp ein Viertel würde es aber tun.

Krank melden

Sich bei der Firma krank melden, obwohl man eigentlich gesund ist, finden zwar 9 Prozent schlecht, 20 Prozent können es sich allerdings durchaus für sich selber vorstellen.

Mehr Spesen abrechnen als angefallen sind oder mehr Überstunden verrechnen als gemacht wurden, finden nur mehr 7 Prozent der Befragten gut, selber tun würden es allerdings 9 beziehungsweise 10 Prozent.

Kolleginnen oder Kollegen "angrapschen" oder anzügliche Bemerkungen machen, finden immerhin 2 Prozent der Befragten gut, 4 Prozent würden das auch tun.

Die aktuelle Fesssel-GfK-Befragung wurde im Sommer 2005 bei 2.000 Personen online durchgeführt. (APA)

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