Fußball: TV-Partner der Bundesliga steigerten ihre Quoten

27. Dezember 2005, 13:42
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Premiere Austria fast am Saisonziel von 300.000 Abonnenten; Chef Mahr: "Jeder Anstalt ist es möglich, mitzumachen" - ATVplus ebenfalls im Plus

Die neuen Fernseh-Partner des heimischen Profi-Fußballs haben ihren Aufwärtstrend seit dem Einstieg 2004/05 im Herbst dieses Jahres prolongiert. "So viel Fußball in dieser Qualität hat es in Österreich noch nie gegeben", freute sich Hans Mahr, der Geschäftsführer von Premiere Austria, über die Resonanz in der Alpenrepublik. Der Abo-TV-Sender habe das für 2005/06 angestrebte Ziel von rund 300.000 Abonnenten nach Ende der Herbstsaison bereits in Sichtweite.

Damit erreicht Premiere innerhalb von rund zwei Jahren eine annähernde Verdoppelung, am Beginn der Kooperation mit der Bundesliga im Juni 2004 waren es etwas 160.000 Abonnenten gewesen. "Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache und 557.000 Zuschauer pro Runde sind mehr als wir uns erträumt haben", sagte der Medienprofi am Donnerstag Abend auf der Jahresabschluss-Pressekonferenz der Bundesliga im neugestylten Wiener Haas-Haus.

"ORF im Schmollwinkel" nicht nachvollziehbar

Die Spitzenwerte lagen sogar bei 770.000 und damit um 170.000 höher als im Herbst 2004. Das Top-Spiel im Oberhaus erreichte einen Schnitt von rund 155.000 TV-Zuschauer, was gegenüber dem Vergleichzeitraum einem Anstieg von 23 Prozent entspricht. Die T-Mobile-Konferenz wurde im Saison-Schnitt von rund 210.000 Menschen mittels Premiere-Bild verfolgt. Mit 112.000 sahen 44 Prozent mehr Menschen die Sendung "Talk und Tore" zu aktuellen Themen.

Dass der "ORF im Schmollwinkel" stehe, kann Mahr nicht nachvollziehen. "Jeder Anstalt ist es möglich, innerhalb des bestehenden Systems einen Vertrag einzugehen und vom österreichischen Fußball im zulässigen Rahmen zu berichten", meinte der Premiere-Österreich-Chef. Mahr fügte hinzu, dass er für die Zukunft nichts ausschließen könne. Der bestehende Kontrakt hat noch eineinhalb Jahre Gültigkeit. Mit im Fußball-Boot sitzt als Premiere-Partner derzeit der Sender ATV+, der ebenfalls ein Plus verzeichnete.

ATVplus ebenfalls im Plus

"Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, unsere Quoten gegenüber dem Herbst 2004 um fast 50 Prozent gesteigert", berichtete ATV+-Fußballchef Volker Piesczek. An einem Wochenende verfolgten 265.000 Leute Fußball auf ATV+. Hat die Anstalt zuletzt mit der Samstag-Sendung "Volltreffer" eine Durchschnittsreichweite von knapp 90.000 Zusehern erreicht, so wünscht sich Piesczek für das Frühjahr eine solche von an die 120.000. Das Salz in der Suppe, die Quotenbringer, seien jedoch die Live-Matches mit einem Marktanteil von bis zu 20 Prozent.

Von der Aufteilung der Fußball-TV-Rechte auf Live-Spiel-Berichterstattung (Premiere Austria) und umfassende Nachberichterstattung (ATV+) auf zwei unterschiedlichen Ebenen profitieren die 20 Vereine der T-Mobile- und der Red-Zac-Liga. Allein über die ersten 22 Runden des Oberhauses wurde insgesamt 334 Stunden im Fernsehen und mittels 1.170 Meldungen im Printbereich berichtet. Die Brutto-Kontakte (= Summer aller Reichweiten von Sendungen mit Bundesliga im TV) stiegen um 47 Prozent. (APA)

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