Bewegung zur Arthrose-Vorbeugung

25. Dezember 2005, 15:00
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Deutsche Querschnittsstudie: Gerade RisikopatientInnen treiben zu wenig Sport

Heidelberg - Zwar leidet jede/r vierte Deutsche an schmerzhaften Gelenkabnutzungen, doch gerade die Risikopatient/innen verweigern sich der dringend nötigen Vorbeugung und treiben zu wenig Sport. Übergewicht stellt den bedeutsamsten Risikofaktor für die Entstehung einer Arthrose dar, wie die erste repräsentative Querschnittsstudie in Deutschland mit den Daten von rund 6.200 Teilnehmern ergab.

Alkoholabstinenz und Nichtrauchen kann das Entstehen der Krankheit dagegen nicht verhindern, wie die Universität Heidelberg berichtete. Den Angaben zufolge leidet von den Unter-30-Jährigen jede/r 20. an einer Arthrose eines Gelenks, bei den über 60-Jährigen ist es dagegen jede/r zweite, wie Dr. Sven Schneider von der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg erklärte.

Schwere körperliche Arbeit

Seinen Daten zufolge leiden vermehrt schwer körperlich arbeitende Menschen wie Arbeiter/innen, Landwirt/innen oder Handwerker/innen unter Arthrose. Vor allem Fehlbeanspruchungen der Beine, schweres Heben mit gebeugten Knien sowie lang andauernde kniende Tätigkeit schaden den Hüft- und Kniegelenken.

Fast ebenso häufig wie über Schmerzen in Hüft- und Kniegelenken wird von den Patient/innen aber auch über Schmerzen in den Fingergelenken berichtet. Dies stützt den Angaben zufolge die These, dass es nicht nur mechanische, sondern auch metabolische Gründe für das Entstehen einer Osteoarthrose gibt. Bei Frauen kommen noch hormonelle Faktoren hinzu. So haben Frauen einige Jahre nach den Wechseljahren viel öfter eine Arthrose als Männer. Bis zu einem Alter von 60 Jahren ist die Arthrose-Rate bei Männern höher; in höherem Alter kehrt sich das Verhältnis dann wieder um, berichtete der Forscher. (APA/AP)

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    Arthrose: Gerade Risikopatient/innen verweigern sich der dringend nötigen Vorbeugung und treiben zu wenig Sport.

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