Kartellamt: Kaum Chancen für Pro Sieben-Übernahme durch Springer

21. Dezember 2005, 11:43
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Entscheidung noch vor Weihnachten erwartet

Der Präsident des deutschen Bundeskartellamts, Ulf Böge, räumt der Fernsehexpansion des Axel Springer Verlages kurz vor Ablauf der Genehmigungsfrist nur noch geringe Chancen ein. "Die starke Position von Springer würde durch die Übernahme von Pro SiebenSat.1 noch verstärkt, das geht kartellrechtlich nicht", sagte Böge der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Zugleich deutete er an, dass er damit rechne, dass Springer ein mögliches Veto der Wettbewerbshüter juristisch anfechten werde. "Wir haben offensichtlich unterschiedliche rechtliche Auffassungen. Das mögen am Ende gegebenenfalls die Gerichte entscheiden."

Ein von der Medienaufsicht KEK vorgeschlagener unabhängiger Fernsehbeirat für Sat.1 verbessere die Genehmigungschancen nicht, weil Springer die wirtschaftliche Kontrolle über den Sender behalten wolle, stellte Böge klar. Das Kartellamt werde voraussichtlich noch vor Weihnachten eine Entscheidung treffen. (APA/dpa)

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