GöttInnen am Weltenbaum

21. Dezember 2005, 07:00
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Der Weihnachtsbaum stammt wahrscheinlich aus der Zeit der RömerInnen

Der Weihnachts- oder Christbaum ist genauso wie alle anderen christlichen Bräuche heidnischen Ursprungs. Symbolforscherin Barbara G. Walker gibt an, dass er sich zu römischer Zeit aus den "pinae silvae, Pinienhainen" entwickelt hätte, "die bei den Tempeln der Göttin lagen. In der Nacht vor einem heiligen Tag schnitten römische Priester, die dendrophoroi, Baumträger genannt wurden, eine der heiligen Pinien, schmückten sie und brachten sie in den Tempel, damit daran das Bild des Attis aufgehängt werden könnte". (zit. in Barbara G. Walker: Das geheime Wissen der Frauen, S. 1162)

Dabei muss gewusst werden, dass die heidnische Baumverehrung, besonders jener der immergrünen Sorten – aufgrund der Verheißung des ewigen Lebens – weit verbreitet war. Die Figuren und Fetische, die in späteren Jahrhunderten an die Weihnachtsbäume gehängt wurden, scheinen das ganze heidnische Pantheon (also die Gesamtheit der GöttInnen) am Weltenbaum darzustellen.

Nachdem die Herkunft der Bezeichnung "Lebkuchen" bisher nicht geklärt werden konnte – WissenschafterInnen sind mit der Entlehnung des Wortes aus lat. "libum" = Fladen genauso unzufrieden wie mit jener von Laib – könnte gemutmaßt werden, dass die Symbole und Figürchen aus Lebkuchen einen ganz bestimmten LEBenszweck erfüllen und/oder als Opfer für die GöttInnen angesehen werden sollten. So wie auch die Äpfel und Nüsse, die geheimhin als Symbole des Lebens und des Todes im zyklischen Verständnis der Natur den HeidInnen ein Begriff war. (red)

Literatur:
Barbara G. Walker:
Das geheime Wissen der Frauen
Frankfurt/Main (dtv) 1983
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    Der Christbaum geht auf die RömerInnen zurück.
  • Lebkuchen-Göttin
    foto: neubauer
    Lebkuchen-Göttin
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