Einigung: Wien-Mitte-Bau kann beginnen

6. März 2006, 18:51
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Über Ausmietungen mit Altmietern einig - neue Bahnhofsüberbauung und 70 Meter hoher Hotelturm fix - Einkaufszentrum soll 2009 fertig sein

Wien - Nach langen Verhandlungen hat die Projektentwicklungsgesellschaft Salima eine der letzten Hürden genommen und sich mit den Mietern der alten Bahnhofsübebauung geeinigt, berichtet die Tageszeitung "Die Presse". Im Herbst 2006 soll nun der Abriss erfolgen, und der Baustart für den Neubau könnte 2007 erfolgen. 70 Meter hoher Hotelturm entsteht neben Büros und Shopping-Center mit 20.000 Quadratmetern Fläche.

Einigung mit allen 40 Pächtern

Laut "Presse" gibt es mit allen 40 Pächtern eine Einigung. Interspar wird auch im neuen Einkaufszentrum vertreten sein. Bei 37 Pächtern kommt es zur Ausmietung und Ablösezahlungen. Nur bei zwei kleineren Geschäften ist noch unklar, ob sie im Neubau vertreten sein werden. Dem Vernehmen nach können aber beide das 300 Mio. Euro teure Projekt nicht mehr blockieren.

Zeitplan steht

Damit steht nun auch der Zeitplan endgültig fest: Bis Ende März muss auf Grund des Vertrages mit den ÖBB um Baugenehmigung angesucht werden. Im Herbst 2006 folgt der Abriss. Baubeginn ist 2007, und 2009 soll Wien-Mitte fertig werden.

Start auf allen Bauplätzen gleichzeitig

Neu ist, dass der Bau nicht mehr in Etappen, sondern auf einmal erfolgen soll. "Wir starten auf allen Bauplätzen gleichzeitig", so Jakoubek.

Probleme über Probleme

Die Ausmietungen hatten zuletzt als größtes Hindernis für den Bau gegolten, der auf eine schier unendliche Geschichte gescheiterter Vorgängerprojekte zurückblicken kann. Schon 1990 gab es Pläne, die nicht weniger als zwölf Türme vorsahen. 1999 war von einer Bauhöhe von bis zu 120 Metern die Rede. Vier Jahre später scheiterten drei bis zu 97 Meter hohe Bauten an Weltkulturerbe- und Wirtschaftlichkeitsbedenken.

Das Architektenduo Dieter Henke und Marta Schreieck wurden Sieger in einem neuen städtebaulichen Wettbewerb. Die beiden planten 60 bzw. 30 Meter hoch, was nicht nur bei der SP-Stadtregierung, sondern auch bei der Rathaus-Opposition auf Zustimmung stieß. Das Projekt wurde danach nochmals überarbeitet. Die geplante größte Höhe wuchs wieder auf 70 Meter, die Bauten rundherum auf 35 Meter Höhe. (APA)

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