Der Traum vom Diesel-Sportwagen

27. Dezember 2005, 13:12
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Motorsport mit Diesel ja, aber nie bei Ferrari & Co

Dieselmotoren können mittlerweile sehr hohe Literleistungen erreichen, womit sie eigentlich auch für Spitzenleistungen im Motorsport zu gebrauchen sein müssten. Aber die Sache hat einen Haken. Und der liegt in einer simplen Formel begründet: Leistung ist Drehmoment mal Drehzahl. Und aus physikalischen Gründen ist der Dieselmotor in seiner Maximaldrehzahl begrenzt.

Wesentlich mehr als 4500 Umdrehungen pro Minute sind einfach nicht machbar, während Benziner ohne Weiteres so ausgelegt werden, dass 9000 Touren und auch noch weit mehr erreicht werden können.

Schlüsselgröße

Um also eine hohe Leistung zu kriegen, ist ein ungleich höheres Drehmoment notwendig als beim Benziner. Das heißt nach unserem Beispiel, gleiche Leistung bei halbem Drehmoment. Und das hat weit reichende Folgen.

Für die Auslegung der mechanischen Bauteile ist das Drehmoment eine Schlüsselgröße. Das bedeutet, Motor, Kupplung und Getriebe müssen bei hohem Drehmoment auch viel massiver gebaut werden. Im Bereich der Spitzenleistungen wird also ein Benziner erst recht das deutlich schlankere und leichtere Aggregat bleiben. (rs, AUTOMOBIL, 16.12.2005)

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Rudolf Skarics

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