Auch Baden-Württemberg führt Studiengebühren ein

9. März 2007, 11:09
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Gesetz mit den Stimmen der regierenden CDU/FDP-Koalition beschlossen: Ab Sommersemester müssen Studierende 500 Euro pro Semester zahlen - Erneut Proteste

Stuttgart - Das deutsche Bundesland Baden-Württemberg hat Studiengebühren für alle Studenten eingeführt. Mit den Stimmen der regierenden CDU/FDP-Koalition verabschiedete der Landtag am Donnerstag in Stuttgart das entsprechende Gesetz. Demnach müssen die Studenten an den Hochschulen und Berufsakademien des Landes ab dem Sommersemester 2007 eine Gebühr von 500 Euro pro Semester zahlen.

Rund 1.000 junge Leute demonstrierten in der Stuttgarter Innenstadt gegen das Gesetz, wie die Polizei berichtete. Wissenschaftsminister Peter Frankenberg sagte, die Einnahmen würden den Hochschulen zur Verbesserung von Studium und Lehre zugute kommen. Sie seien eine "zweite Säule" der Hochschulfinanzierung, erklärte der CDU-Politiker.

Auch Niedersachsen hat bereits die Einführung von Studiengebühren beschlossen. Ähnliche Pläne gibt es in Bayern, Nordrhein-Westfalen und im Saarland. (APA/AP)

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    Bei einer der Demonstrationen, die in den vergangenen Wochen gegen Studiengebühren stattgefunden haben, haben Studierende die Bildung symbolisch zu Grabe getragen haben.

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