Österreichisch-Israelische Gesellschaft kritisiert Ahmadinejad

20. Dezember 2005, 16:00
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Äußerungen des iranischen Präsidenten erfüllen mit "Entsetzen und Abscheu"

Wien - Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft ist "bestürzt und schockiert" über die Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad zu Israel und zum Holocaust. Sie hat in einer Vorstandssitzung eine entsprechende Erklärung verabschiedet, die am Donnerstag vom Präsidenten der Gesellschaft, Wiens Vizebürgermeister Sepp Rieder (S), veröffentlicht wurde.

Darin heißt es: "Seine (Ahmadinejads, Anm.) Leugnung des Existenzrechts Israels, dessen Gründung auf einen Beschluss der Vereinten Nationen zurückgeht, und seine Äußerungen zum Völkermord an den Juden zur Zeit des Hitler-Regimes haben uns als Österreicherinnen und Österreicher jüdischer und nicht-jüdischer Herkunft gleichermaßen mit Entsetzen und Abscheu erfüllt."

Damit verschiedene Völker und Nationen friedlich zusammen leben können, bedürfe es "der gegenseitigen Achtung und Toleranz". Um Zukunft gemeinsam gestalten zu können, müsste die Vergangenheit - mit allem, was geschehen sei - anerkannt werden. Irans Präsident Ahmadinejad habe dem keinen Dienst erwiesen.

"Wir hoffen, nie mehr von ihm oder Anderen Worte zu hören, die Geschichte leugnen und Hass schüren - damit werden keine Konflikte gelöst, sondern neue geschaffen", heißt es abschließend in der Erklärung der Österreichisch-Israelischen Gesellschaft. (APA)

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