Pankl legte bei Umsatz und EBIT klar zu

27. Dezember 2005, 12:24
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Vorläufige Zahlen: EBIT klettert um 42 Prozent auf 3,8 Millionen Euro

Wien/Bruck/Mur - Die börsenotierte steirische Pankl Racing Systems AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/05 (per Ende September) Betriebserfolg und Umsätze gesteigert. Vorläufigen Berechnungen zufolge stieg das operative Betriebsergebnis (EBIT) gegenüber dem Vergleichswert 2003/04 um 42 Prozent auf 3,8 Mio. Euro, das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit 14,3 Mio. Euro um 41 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres, teilte Pankl am Donnerstag ad hoc mit. Der Umsatz lag mit 82,4 Mio. Euro um 8 Prozent über dem Vergleichswert.

Am 9. Jänner wird das Unternehmen die dann endgültigen Zahlen im Rahmen der jährlichen Bilanzpressekonferenz veröffentlichen.

Die EBIT-Marge belaufe sich auf 5 Prozent, die EBITDA-Marge liege bei 17 Prozent. Damit habe Pankl die operativen Gewinnprognosen für das vergangene Geschäftsjahr erreicht, so das Unternehmen. Der Umsatzanstieg sei auf ein insgesamt hohes Nachfrageniveau nach Motorkomponenten zurückzuführen und liege in der prognostizierten Bandbreite zwischen 5 und 10 Prozent.

Überdurchschnittliche Testaktivitäten

In der ersten Hälfte des Berichtsjahres sei die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von "überdurchschnittlichen Testaktivitäten der Rennställe" geprägt gewesen. Diese Aktivitäten seien "erwartungsgemäß" in der zweiten Jahreshälfte zurückgegangen, wobei es insbesondere im vierten Quartal zu einem Rückgang gegenüber dem starken Vergleichszeitraum des Vorjahres kam. Im traditionell umsatzschwachen vierten Quartal 2004/05 belief sich der Umsatz auf 17,9 (Vorjahr: 20,4) Mio. Euro.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (F&E) lagen mit 4,1 Mio. Euro um 22 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zu den wesentlichen Entwicklungsprojekten im Geschäftsjahr 2004/05 zählen das Renngetriebe, der Rennkolben sowie ein Helikopter-Getriebe, Triebwerkswellen und Luftbetankungsrohre. Die Kosten für laufende Entwicklungsarbeiten sowie Grundlagenforschung für bestehende Produktgruppen sind in der Position "F&E-Projektaufwendungen" nicht enthalten. Diese Kosten hätten zusätzliche Aufwendungen von bis zu 10 Prozent des Umsatzes verursacht.

Schmiedetechnik erstmals konsolidiert

Im letzten Quartal wurde die per Ende September erworbene Pankl Schmiedetechnik GmbH erstmals in der Pankl-Bilanz konsolidiert. Die Erstkonsolidierung der Pankl Schmiedetechnik im abgelaufenen Quartal bewirkte eine einmalige Ergebnisbelastung in Höhe von 3,1 Mio. Euro, da der aus der Akquisition resultierende Firmenwert zur Gänze im vierten Quartal abgeschrieben wurde. Bei einer nur zeitanteiligen Firmenwertabschreibung in Höhe von 765.000 Euro hätte das EBIT nach F&E und Einmaleffekt 2,4 Mio. Euro betragen, teilte das Unternehmen mit. Damit wäre es um 86 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres gelegen.

Die Eingliederung dieses Unternehmens sei für Pankl von "strategischer Bedeutung, da die Technologie des Aluminium-Schmiedens wesentlich zur Entwicklung von Rennkolben für höherwertige Rennklassen beiträgt". (APA)

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