Mädchenhandel-Prozess vor Abschluß

15. Dezember 2005, 08:30
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Junge Baltinnen laut Anklage als "Tänzerinnen" vermittelt

Wien - Im Wiener Landesgericht wird heute, Donnerstag, der zweite Mädchenhandel-Prozess gegen Wolfgang Schwarz abgeschlossen. Der Eiskunstlauf-Olympiasieger von Grenoble 1968 soll wiederum versucht haben, junge Mädchen aus dem Baltikum als "Tänzerinnen" zu vermitteln. Die Anklage lautet auf grenzüberschreitenden Menschenhandel und Zuhälterei. Das Strafgesetzbuch sieht dafür bis zu zehn Jahre Haft vor.

Die Staatsanwaltschaft Wien wirft dem ehemaligen Spitzensportler vor, im Frühjahr 2004 zwei Litauerinnen zur Prostitution nach Österreich gebracht und eine Beteiligung an ihren Einkünften angestrebt haben. Schwarz war bereits im Dezember 2002 wegen eines ähnlichen Sachverhalts zu eineinhalb Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Ein weiteres, weit schwer wiegenderes Verfahren dürfte dem 56-Jährigen bevor stehen: Wegen der angeblich geplanten Entführung einer rumänischen Millionärstochter sitzt er seit Ende Oktober in U-Haft. (APA)

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