Pentagon sammelt Daten über US-Staatsbürger

17. Dezember 2005, 10:12
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"Zum Schutz unserer Einrichtungen und unseres Personals"

Washington - Das US-Verteidigungsministerium hat eingeräumt, dass es persönliche Daten von US-Staatsbürgern sammelt, um "seine Einrichtungen und sein Personal zu schützen". Ein Pentagon-Sprecher sagte am Mittwoch in Washington, das Militär beschaffe sich solche Daten von den US-Sicherheitsbehörden. Diese Praxis stehe im Einklang mit den Gesetzen. Der Sprecher wollte sich nicht zu den Angaben aus einem Fernsehbericht äußern, wonach das Militär auch selbst Friedensaktivisten und andere Demonstranten ausspioniert.

Der Sender NBC News hatte am Dienstag weiter berichtet, das Pentagon habe eine geheime Datenbank über knapp fünfzig Treffen und Demonstrationen von Kriegsgegnern zusammengestellt. Die Datenbank umfasse 400 Seiten und liste 1.500 "verdächtige Vorfälle" in einem Zeitraum von zehn Monaten auf. Bei einem von dem Sender genannten Beispiel handelte es sich um eine kleine Versammlung von Mitgliedern der pazifistischen Religionsgemeinschaft der Quäker im US-Bundesstaat Florida; dabei sei eine Protestaktion gegen die Rekrutierungsaktivitäten der Armee in den Schulen geplant worden. (APA/AFP)

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