Journalisten in Haft: USA gleichauf mit Burma

27. Dezember 2005, 17:28
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China seit sieben Jahren an Weltrangspitze

New York - Die USA stehen auf einer Liste von Ländern, die die meisten Journalisten inhaftiert haben, an sechster Stelle - gleichauf mit der Militärdiktatur Burma (Myanmar). Die am Mittwoch in New York veröffentlichte Liste wurde vom Committee to Protect Journalists erstellt, einer unabhängigen Journalistenorganisation, die sich weltweit für Pressefreiheit einsetzt. Mit 32 Häftlingen führt China die Liste an, gefolgt von Kuba (24), Eritrea (15) und Äthiopien (13). China steht schon seit sieben Jahren an erster Stelle. Fast die Hälfte der dort inhaftierten Journalisten arbeiten für Internet-Websites. Insgesamt sind 125 Journalisten und Fotoreporter weltweit in Haft.

Die USA hielten laut dem Komitee am 1. Dezember dieses Jahres fünf Journalisten gefangen, vier Iraker und einen Sudanesen. Die vier Iraker sitzen den Angaben zufolge in amerikanischen Gefängnissen im Irak, der Sudanese - ein Kameramann des arabischen Senders Al Jazeera - im Lager Guantánamo Bay auf Kuba. Gegen alle fünf sei bisher keine Anklage erhoben worden. Es sei "besonders beunruhigend", dass ausgerechnet die USA nun zu den Ländern gehörten, die Journalisten ihrer Arbeit wegen einsperrten, sagte die Direktorin des Komitees, Ann Cooper. (APA/dpa)

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