Augenzellen gegen Parkinson

14. Dezember 2005, 19:06
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London - Forscher der University of Alabama in Birmingham haben sechs Parkinsonpatienten Zellen aus dem Auge Verstorbener ins Gehirn gespritzt: Die typischen Symptome wie etwa Zittern besserten sich merklich. Als Auslöser von Parkinson wird ein Mangel des Hormons Dopamin vermutet. So genannte Retinapigment-Epithelzellen des Auges produzieren das Hormon - etwa 325.000 solcher Zellen ins Hirn implantiert fungieren dort als Dopamin-Pumpen und verursachen keine Nebenwirkungen wie die sonst üblichen Dopamin-Medikamente, schreibt "Nature". Die sechs Patienten wurden zwei Jahre lang beobachtet, nun soll eine größere klinische Studie folgen. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15. 12. 2005)
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