US-Handelsdefizit im Oktober überraschend auf Rekordhoch

21. Dezember 2005, 14:40
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Importe um 2,7 Prozent auf neuen Spitzenwert gestiegen, Exporte nur um 1,7 Prozent höher

Washington - Das Außenhandelsdefizit der USA ist im Oktober trotz gesunkener Kosten für importiertes Öl überraschend auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Dabei erreichten die Defizite im Handel mit China, Kanada, der Europäischen Union (EU), Mexiko und den Staaten der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) allesamt neue Höchststände.

Der Fehlbetrag im Außenhandel habe sich auf 68,9 Mrd. Dollar (57,8 Mrd. Euro) ausgeweitet, teilte das US-Handelsministerium am Mittwoch mit. Das ist ein Plus von 4,4 Prozent im Vergleich zum September. Experten hatten dagegen mit einem Rückgang auf 63 Mrd. Dollar gerechnet. Der Anstieg deutete Analysten zufolge zugleich daraufhin, dass die US-Wirtschaft im vierten Quartal schwächer wachsen wird als angenommen. Der Dollar weitete seine Verluste nach Veröffentlichung der Daten aus.

Die Öl-Einfuhrpreise sanken im Oktober zwar im Durchschnitt auf 56,29 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter). Das Volumen der Öl-Importe stieg aber dennoch um 9,3 Prozent auf den bisher zweithöchsten Stand von 17,1 Mrd. Dollar.

Insgesamt nahm der Wert der Einfuhren in die größte Volkswirtschaft der Welt um 2,7 Prozent zu und erreichte einen Höchststand von 176,4 Mrd. Dollar. Die Ausfuhren legten dagegen nur um 1,7 Prozent auf 107,5 Mrd. Dollar zu. (APA/Reuters)

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